Ortler – ein echter König
Von Sulden (1.800m) starten, um auf den höchsten Berg Südtirols zu kommen – den Ortler (3.905m) über den Normalweg. Am ersten Tag erwarten uns 1.200 Höhenmeter auf die Payerhütte. Zuerst geht es durch die Moräne des Martlferners Richtung Tabaretta-Hütte. Immer im Blick: die gewaltige Ortler Nordwand. Der Weg führt weiter bis zur Bärenkopfscharte, wo das erste Etappenziel in den Blick kommt: die Payerhütte auf 3.020m.
Normalweg über Payerhütte
Ein paar Höhenmeter kann man sich sparen, wen man den Sessellift von Sulden zur K2-Hütte (2.330m) nimmt und dann Richtung Payerhütte geht. Nach kurzer Nacht marschieren wir am nächsten Morgen zeitig los. Warten doch nicht zu unterschätzenden 900 Höhenmeter Aufstieg auf einen.
Die ersten Felsen im 2. Schwierigkeitsgrad sind die ersten Herausforderungen auf dem Ortler Normalweg.
Die Gletscher am Ortler verändern sich
Die Gletscherpassagen sind durch Gletscherrückgang der vergangenen Jahre zum Teil sehr knifflig geworden. Große Spalten warten und das Eis ist steiler geworden. Aber als Bergführer finden wir einen Weg durch den Gletscher. Dafür führen die letzten Höhenmeter sanft zum Gipfel. Nach 4-5 Stunden sollten wir oben sein.
Gewaltige Aussicht
Vom Ortler bietet sich eine echte Rundumsicht. Hinunter nach Sulden, gegenüber auf die Nord-Tiroler Dreitausender. Und die Aussicht auf Monte Zebru und Königsspitze gibt es als Belohnung für den Gipfelsieg.
Auftstieg über Hintergrat
Als Alternative zum Normalweg bietet sich als Anstieg auf den Ortler der Hintergrad mit dem Abstieg über den Normalweg an. Der Hintergrat ist technisch anspruchsvoller als der Normalweg. Ausgangspunkt ist die Hintergrathütte. Durch Fels (bis zum 4. Schwierigkeitsgrad) und Eis (bis zu 40 Grad) zieht der Grad bis zum Ortler. Diese lange Tour erfordert entsprechendes alpines Können und Kondition. Denn es muss ja auch der Abstieg über den Ortler Normalweg bewältigt werden.
Und hier gibt es noch einen Tourenbericht von einer Führungstour auf den Ortler mit Bergführer Sepp Szöke.